Wer Anne mal nicht einschalten Will – schaut auf www.stallbesuch.de

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Foto: Thomas Wengenroth

Thomas Wengenroth, Macher der Seite www.stallbesuch.de, hatte „sozial medial auffällige“ Schweinehalter und -halterinnen eingeladen, um über aktuelle Fragen zu diskutieren und einen Blick in die Zukunft ihres Berufes zu werfen. Die Gäste sind: Bernhard Barkmann, Nadine Henke, Gabriele Mörixmann und Michael Reber.

Das Thema der Talkshow lautet „Schweinehaltung – Neue Modelle mit Auslauf oder Auslaufmodell?„. Die Sendung kann in fünf Teilen oder auch komplett abgerufen werden.

Teil 1: Wo stehen wir heute?

Teil 2: Was läuft schief im Stall?

Teil 3: Handel, Verbraucher, Kommunikation

Teil 4: Neue Ställe braucht das Land!

Teil 5: Hat Schweinehaltung eine Zukunft?

Die gesamte Diskussion hat ungefähr die Länge einer Sendung wie „Anne Will“ (64 Minuten). Hier kann sie an einem Stück angeschaut werden – es lohnt sich:

Die unheimliche Begegnung der 4. Art

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Die Agrar-Blogger

Fotos: coralimages - Fotolia, Winter Fotos: coralimages – Fotolia, Winter

Prolog
Kinder kennen heute mehr verschiedene Aliens, statt zu wissen, welche Lebewesen auf Feld und Flur ihr Unwesen treiben. Und das hat seinen Preis. Seit Landwirte und Städter Soziale Medien nutzen, blitzt und kracht es zwischen den verschiedenen „Welten“: Wusste vor einiger Zeit die eine Gruppe nicht viel, was die andere über sie denkt, so diskutieren heute beide Gruppen online. Wer Sozialen Medien vorwirft, sie würden die Menschen in Filterblasen mit Gleichgesinnten einkesseln, übersieht, dass diese Medien auch genau das Gegenteil davon tun: Sie bringen unterschiedliche Menschen zusammen, die bisher kaum miteinander kommuniziert hatten.

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Die Geschichte von der Bauernfamilie mit den drei Kindern – eine Fortsetzungsgeschichte

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Kürzlich erfuhr ich, dass bei zwei Bauernhöfen die Kinder sich entschieden haben, die Betriebe der Eltern nicht mehr zu übernehmen und andere Berufe ergreifen wollen. Dies wundert mich nicht. Hier eine fiktive Geschichte, warum immer mehr Höfe in Zukunft verschwinden werden. Sie kann gerne mit Ihren Leserkommentaren fortgesetzt werden:

Es war einmal ein Bauer und eine Bäuerin, die hatten drei Kinder, und sie arbeiteten viele Jahre zusammen auf ihrem Bauernhof. Als die Zeit gekommen war, den Betrieb an ihre Kinder zu übergeben, so teilten sie ihren Betrieb und vermachten ihrem Sohn die eine Hälfte der Äcker, Wiesen und seiner Tiere und der jüngsten Tochter die andere Hälfte. Die ältere Tochter aber wollte etwas anderes lernen. Sie erhielt statt einen Anteil am Betrieb Geld.  Mehr

Agrardemos satt

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Zum Start der Grünen Woche gab es zum ersten Mal ZWEI Agrar-Demos, die auf ihre Themen aufmerksam machen wollten: Die seit fünf Jahren etablierte www.wir-haben-es-satt.de Großdemonstration, die von Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden und einigen Agrarverbänden organisiert wird. Diese hatte nach Angaben der Polizei rund 25.000 Teilnehmer. Neu ist die aus der Idee eines Flashmobs hervorgegangene „Wir-machen-euch-satt„-Demo von drei Landwirtsfamilien, die über 900 Landwirte innerhalb weniger Wochen zur Teilnahme motivierte (gezählt nach Ausgabe der gelben Aktionswesten). Mehr

Revolution im Netz

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Es rumort auf dem Land. Die Bauern haben die Möglichkeiten der Neuen Medien erkannt: Was im TV, Rundfunk und in Printmedien an falschen Fakten über Landwirtschaft auf Sendung geht, bekommt Feedback über die Kommentarfunktion oder auf Facebook. War es für einen einzelnen schwierig bis gar unmöglich, Reichweite in den Medien zu bekommen, so kann er heute dank Facebook & Co. im Nu viele Menschen im „Do-it-Yourself“-Verfahren erreichen.

Die AnzahBauernwikil von landwirtschaftlichen Betrieben mit einer eigenen Facebook-Seite steigt täglich. Hinzu kommen Themenseiten wie „Massentierhaltung aufgedeckt„, die von drei Agrarstudenten ins Leben gerufen wurde. Und auf der Facebook-Seite „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“ stellen Landwirtsfamilien sich und ihre Betriebe vor und stehen für Anfragen von Verbrauchern und Medienleuten zur Verfügung. Eingerichtet wurde die Seite jedoch nicht von einer Agentur oder einem landwirtschaftlichen Verband, sondern von einer Tierärztin. Sie hat auch den Ferkelaufzuchtbetrieb „Brokser Sauen„, den sie zusammen mit ihrem Mann führt, auf Sendung gebracht. Doch es tut sich noch mehr…

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Wenn „Bio“ nicht mehr gut genug ist

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Vegan ist „in“ – die Medien berichten über vegane Ernährung rauf und runter. Viele Facebook-Seiten, auf denen Veganismus kritisiert wird oder es um Würste und Fleisch geht, werden mit einem Shitstorm empörter Veganer überzogen.

Als Gründe, weshalb mehr und mehr Menschen den Fleischkonsum verweigern, werden oft Tierschutzethik und Fleischskandale genannt und die „Massentierhaltung in der Agrarindustrie“ dafür verantwortlich gemacht. Biobauern unter den Tierhaltern wurden bislang nicht damit in Verbindung gebracht. (Ich erspare uns vorerst in diesem Beitrag, auf die Unterschiede zwischen Bio und konventioneller Haltung einzugehen. Schwarz-Weiß-Denken aufzubrechen ist aufwändig. Wird später nachgeholt.)

Im Frühjahr 2014 hat sich Derik Meinköhn, Grafiker beim Magazin Stern, über 60 Tage lang vegan ernährt – und will schließlich Veganer bleiben. Mit welcher Logik er zu diesem Schluss kommt, zeigt beeindruckend, wie rational die Diskussion um Ernährung geführt wird…

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Singen um Anerkennung

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petersonsLandwirtskinder haben es schon schwer: Weil die Medien Landwirtschaft als Klischee „bewirtschaften“, müssen sie erleben, wie der Beruf ihrer Eltern auf Themen wie „Bauer-sucht-Frau“, Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Lebensmittelskandale reduziert wird.

Wie soll das einer aushalten? Wo man in vielerorts an Schulen und in Vereinen zur Minderheit gehört? Wo inzwischen Lehrer und andere Berufsgruppen sich als kompetenter bei landwirtschaftlichen Themen halten und den Praktikern gerne sagen, wie man richtig Landbau und Tierhaltung betreibt – schließlich kann man ja ein Güllefass von einem Tanklastzug unterscheiden, oder?

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