Agrardemos satt

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Zum Start der Grünen Woche gab es zum ersten Mal ZWEI Agrar-Demos, die auf ihre Themen aufmerksam machen wollten: Die seit fünf Jahren etablierte www.wir-haben-es-satt.de Großdemonstration, die von Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden und einigen Agrarverbänden organisiert wird. Diese hatte nach Angaben der Polizei rund 25.000 Teilnehmer. Neu ist die aus der Idee eines Flashmobs hervorgegangene „Wir-machen-euch-satt„-Demo von drei Landwirtsfamilien, die über 900 Landwirte innerhalb weniger Wochen zur Teilnahme motivierte (gezählt nach Ausgabe der gelben Aktionswesten). Mehr

Sonntagnachmittagsgezwitscher

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In dieser Woche startete eine WochenZEITung zum Thema „Antibiotika und resistente Keime“ eine Artikelserie. Über die Art und Weise der pauschalen Verurteilung aller Landwirte kochten im Netz die Diskussionen zwischen Landwirten und Verbrauchern emotional hoch. Mehr

Revolution im Netz

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Es rumort auf dem Land. Die Bauern haben die Möglichkeiten der Neuen Medien erkannt: Was im TV, Rundfunk und in Printmedien an falschen Fakten über Landwirtschaft auf Sendung geht, bekommt Feedback über die Kommentarfunktion oder auf Facebook. War es für einen einzelnen schwierig bis gar unmöglich, Reichweite in den Medien zu bekommen, so kann er heute dank Facebook & Co. im Nu viele Menschen im „Do-it-Yourself“-Verfahren erreichen.

Die AnzahBauernwikil von landwirtschaftlichen Betrieben mit einer eigenen Facebook-Seite steigt täglich. Hinzu kommen Themenseiten wie „Massentierhaltung aufgedeckt„, die von drei Agrarstudenten ins Leben gerufen wurde. Und auf der Facebook-Seite „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“ stellen Landwirtsfamilien sich und ihre Betriebe vor und stehen für Anfragen von Verbrauchern und Medienleuten zur Verfügung. Eingerichtet wurde die Seite jedoch nicht von einer Agentur oder einem landwirtschaftlichen Verband, sondern von einer Tierärztin. Sie hat auch den Ferkelaufzuchtbetrieb „Brokser Sauen„, den sie zusammen mit ihrem Mann führt, auf Sendung gebracht. Doch es tut sich noch mehr…

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Wenn „Bio“ nicht mehr gut genug ist

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Vegan ist „in“ – die Medien berichten über vegane Ernährung rauf und runter. Viele Facebook-Seiten, auf denen Veganismus kritisiert wird oder es um Würste und Fleisch geht, werden mit einem Shitstorm empörter Veganer überzogen.

Als Gründe, weshalb mehr und mehr Menschen den Fleischkonsum verweigern, werden oft Tierschutzethik und Fleischskandale genannt und die „Massentierhaltung in der Agrarindustrie“ dafür verantwortlich gemacht. Biobauern unter den Tierhaltern wurden bislang nicht damit in Verbindung gebracht. (Ich erspare uns vorerst in diesem Beitrag, auf die Unterschiede zwischen Bio und konventioneller Haltung einzugehen. Schwarz-Weiß-Denken aufzubrechen ist aufwändig. Wird später nachgeholt.)

Im Frühjahr 2014 hat sich Derik Meinköhn, Grafiker beim Magazin Stern, über 60 Tage lang vegan ernährt – und will schließlich Veganer bleiben. Mit welcher Logik er zu diesem Schluss kommt, zeigt beeindruckend, wie rational die Diskussion um Ernährung geführt wird…

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Singen um Anerkennung

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petersonsLandwirtskinder haben es schon schwer: Weil die Medien Landwirtschaft als Klischee „bewirtschaften“, müssen sie erleben, wie der Beruf ihrer Eltern auf Themen wie „Bauer-sucht-Frau“, Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Lebensmittelskandale reduziert wird.

Wie soll das einer aushalten? Wo man in vielerorts an Schulen und in Vereinen zur Minderheit gehört? Wo inzwischen Lehrer und andere Berufsgruppen sich als kompetenter bei landwirtschaftlichen Themen halten und den Praktikern gerne sagen, wie man richtig Landbau und Tierhaltung betreibt – schließlich kann man ja ein Güllefass von einem Tanklastzug unterscheiden, oder?

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Notizen aus den Provinzen

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Viele US-Farmer haben schon lange die moderne Kommunikationstechnik und damit das Internet als ihr eigenes Medium entdeckt. Sie berichten aus dem Farm-Alltag und lassen jeden daran teilhaben.

Noch nie war es einfacher wie heute, über das Internet Informationen, Bilder und Geschichten zu veröffentlichen. Das haben längst Farmer und Landfrauen in den USA und Kanada entdeckt: Viele bloggen, twittern und sind auf Facebook aktiv.
Ein Verzeichnis auf www.farmerbloggers.com listet rund 180 Internetadressen von Farmern, Viehzüchtern und Beratern auf. Eine Google-Suche nach „Farm blogs“ liefert unzählige weitere Internetseiten, die meisten davon werden von US-Farmern bzw. -Farmerinnen betrieben.

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Andere sollen Einblick erhalten
Diese haben erkannt, dass sie über eigene Websites und durch soziale Medien wie Twitter und Facebook auch mit Konsumenten in Verbindung treten können. Ob ein Name für ein neugeborenes Kalb gesucht wird oder es ein stimmungsvolles Bild des letzten Sonnenunterganges auf der Ranch gibt – die Online-Leserschaft darf sich aktiv einbringen oder Bilder und Videos ansehen. Milchviehfarmer Will Gilmer aus Alabama und Herausgeber der Website www.gilmerdairyfarm.com wollte den Menschen eine Einblick in die Arbeit seines landwirtschaftlichen Betriebes geben. „Die Konsumenten sollen sehen können, wie heute Milch produziert wird und wie wir unsere Herde managen“, sagt Gilmer auf Nachfrage. „Auch sollen grundsätzliche Fragen, die die landwirtschaftliche Branche betreffen, offen diskutiert werden.“

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Der Einstieg ins Netz

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von Rainer Winter (Dieser Beitrag erschien in den DLG-Mitteilungen 11/2012)

Drei von vier Deutschen nutzen heute das Internet. Unter 30jährige sind am Tag länger online, als sie vor dem Fernseher sitzen. iPhone & Co. machen die ständige Nutzung von E-Mail, Web und sozialen Netzwerken zum Kinderspiel. ist es nun auch für Landwirte an der Zeit, über eine eigene Präsenz im Internet nachzudenken? Schließlich ist heute für jüngere Jahrgänge eine Existenz im Web fast schon Standard. Wie sollte man sonst z. B. Fotos mit anderen Leuten austauschen? Wie sich und seinen Betrieb weltweit präsentieren? Ältere Semester dagegen quält die Frage „Was bringt mir der Aufwand, mich damit beschäftigen zu müssen?“

Dabei gibt es manche Gründe, den Schritt in die Online-Welt zu gehen. Wer heute online aktiv werden möchte, hat es so leicht wie nie zuvor. Folgende Ziele können Sie mit einer betrieblichen Internetaktivität verfolgen und auch erreichen: Mehr

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